Unsere Reise nach Bernburg 1989
in die damalige "Noch-DDR"


Auf Einladung meines Freundes besuchten Renate, Katrin und ich Günther und seine Familie im Oktober 1989 in Bernburg. Unser Anreisetag war ein Samstag, und an diesem Wochenende wurde in der ganzen ehemaligen DDR der 40. Jahrestag der Gründung gefeiert. Auf Renates Frage, warum denn überall geflaggt sein, antwortete ich: Natürlich für uns!
Hier wohnte Günther bis er am Stadtrand neu bauteSchon als wir nach Bernburg reinfuhren, bemerkte ich diesen typischen Geruch aus Saalewasser (oberhalb von Bernburg führten viele Industriebetriebe, z.B. die Leunawerke, ihre Abwasser z.T. ungeklärt in den Fluß ab, auf dem sich dann weiße Schaumkronen bildeten und der je nach Wetterlage und Schadstoffen sehr streng riechen konnte) und Braunkohlenrauch, der von den vielen Öfen, die noch in Betrieb waren, herrührte.
 Günther wohnte damals in einer der typischen Plattenbauten in der Talstadt nahe dem Saaleufer. Zum Dienst - er ist Ingenieur bei den Solvaywerken - hatte er es nicht weit. Wir mußten damals noch den gesamten Polizeiapparat für die An- und Abmeldung durchlaufen, Zwangsumtausch und Aufenthaltsgenehmigung inbegriffen. Ich kannte das ja aus früheren Besuchen, Renate und Katrin waren aber schwer beeindruckt, was sich auch schon bei den Grenzkontrollen in Marienborn zeigte. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig hatten schon begonnen, und auch in Bernburg und bei uns machte sich eine gewisse Nervosität breit.
Ansonsten verbrachten wir ein paar sehr schöne Tage bei Günther und seiner Familie, inkl. Ausflüge in die nähere Umgebung und in den Harz nach Quedlinburg, Thale, Hexentanzplatz, Roßtrappe usw. Von diesem Besuch nun einige Bilder.

 

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